Ein Service für Biologen, Imker und an der Natur interessierte Menschen.

Wie hinlänglich in unseren lokalen Kreisen und den Imkern bekannt, wurde aus dem Bieneninstitut in Lunz am See, über einige turbulente Umstrukturierungsjahre hinweg, eine reine Pollendatenbank. Natürlich als Teil der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) im Fachbereich Landwirtschaft, als „Institut für Bienenkunde“ angesiedelt.

Diese Pollendatenbank ist frei verfügbar,  „Das Determinationssystem für Pollen "PODAT" darf bedingungslos nur im Bereich Forschung und Lehre eingesetzt werden.“  so der Wortlaut. Die rein private Nutzung ist nicht extra angeführt und daher auch nicht verboten. Das kann eigentlich nicht hoch genug geschätzt werden, denn meist wird durch Steuergeld schon bezahltes Gut noch einmal oder gleich mehrmals verkauft.

Erreichbar ist die Pollendatenbank unter:

http://www.ages.at/ages/landwirtschaftliche-sachgebiete/bienen/pollenanalyse-pollendatenbank-pollen-des-monats/

Mit dieser Pollendatenbank ist es möglich, sich in der Vielfalt der Pollen zu Recht zu finden.

Einige  Voraussetzungen sind natürlich zu beachten. Darunter ist erstens ein ordentliches Mikroskop zu nennen, welches bei 1000facher Vergrößerung auch noch ein vernünftiges Auflösungsvermögen hat und auch gleich eine korrekt kalibrierte (!) Messeinrichtung mitbringt. Mit einem Spielzeug-  oder Schülermikroskop wird man nicht sehr weit kommen. Das wären die technischen Vorbedingungen. Der richtige Umgang mit dem Mikroskop ist darin eingeschlossen, die Verfügbarkeit des Gerätes allein reicht nicht. Mit richtigen Umgang ist nicht gemeint, das Licht in den Okularen zu sehen! Um die Oberfläche von Pollen richtig zu beurteilen, bewegt man sich nahezu immer an der Grenze der Leistungsfähigkeit der Lichtmikroskopie und dabei ist es wichtig, wirklich alles aus dem Gerät heraus zu holen, was möglich ist. Man betreibt das Gesamtsystem immer am maximal möglichen Auflösungsvermögen.

Des Weiteren, zweitens, ist noch der präparative Aufwand zu nennen, nur mit einem korrekten Präparat, wird man zu ebensolchen Ergebnissen kommen. Dies ist durchaus mit einigem Geschick und einer entsprechenden Anleitung zu schaffen

An dritter Stelle, jedoch nicht unwichtiger, ist natürlich der korrekte Umgang mit der Pollenmorphologie. Erst die 100%ig richtige Interpretation der Pollenmerkmale ermöglicht uns, die korrekten Eingaben für den Bestimmungsschlüssel zu machen. Diesen Teil darf man nicht unterschätzen, man wird die Merkmale nur mit sehr viel Übung und Ausdauer erkennen lernen. Nur so einmal aus Neugierde ein paar Pollen bestimmen, wird für ein gutes Ergebnis nicht ausreichen.

Jedoch auch ohne der Intensivbeschäftigung mit dem Blütenstaub ist es interessant, sich die vielen Formen einzuprägen, damit man beim nächsten Heuschnupfen „im Bilde“ ist, was unsere Nasen quält.

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